Straßburg verbannt Raucher aus Parks

Dienstag, 26. Juni 2018

/dpa

Straßburg – Straßburg verbannt Zigaretten komplett aus Parks und Stadtwäldern. Das hat der Stadtrat gestern Abend einstimmig beschlossen. Straßburg ist nach eigenen Angaben damit die erste große französische Stadt mit einem solchen Rauchverbot im Grünen. Ziel sei es, die verbreitete Nikotinsucht weiter einzudämmen.

Außerdem soll die Zahl der umweltschädlichen Zigarettenstummel in Parks reduziert werden. In der Natur dauere es zwölf Jahre, bis ein Stummel komplett abgebaut sei, teilte die Stadt mit. Bis dahin könne er 500 Liter Trinkwasser ungenießbar machen.

Lidl verbannt in den Niederlanden Zigaretten aus dem Regal

Spiegel Online berichtet am 05.06.2018:

„Der deutsche Supermarkt-Discounter Lidl wird in den Niederlanden das Angebot von Zigaretten Stück für Stück zurückfahren und sie bis zum Jahr 2022 ganz aus den Regalen verbannen. Der Verkauf von Zigaretten sei nicht mehr rentabel, begründete der Konzern  in einer Mitteilung auf seiner Website.

„Der Trend in den Niederlanden geht eindeutig in Richtung rauchfrei, und das merken wir an der Kasse. Wir wollen diese Entwicklung nicht stoppen, weshalb es ein logischer Schritt ist, den Zigarettenverkauf auslaufen zu lassen“, heißt es in der Mitteilung. Zuvor hatte die niederländische Zeitung „De Telegraaf“ darüber berichtet.

Lidl habe bereits in den vergangenen Jahren den Zigarettenverkauf auf verschiedene Weise erschwert. So hatte der Discounter 2017 in allen Filialen Zigaretten außer Sichtweite platziert oder hinter Rollläden versteckt.

Gesundheitsorganisationen in den Niederlanden loben das Vorgehen: „Das ist ein großer Schritt, der national und international große Auswirkungen haben wird“, sagte ein Sprecher des Suchthilfenetzwerkes „Verslavingskunde Nederland“, dem Bericht zufolge.

„Das ist eine fantastische Entscheidung, die wir von ganzem Herzen begrüßen. Andere Supermärkte müssen diesem Beispiel folgen“, erklärte Floris Italianer von der „Alliance Netherlands Rookvrij“, der mehr als 100 Einzelinitiativen angehören, unter anderem die niederländische Krebsgesellschaft.

Lidl ist als Lebensmittelhändler Vorreiter mit seiner Entscheidung in den Niederlanden. Laut „De Telegraaf“ hätten zu Beginn dieses Jahres aber bereits auch die Drogerien Kruidvat und Trekpleister den Verkauf von Tabak eingestellt.

In Deutschland will der Discounter Zigaretten aber nicht aus den Regalen entfernen. „Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es keine Pläne, den Zigarettenverkauf bei Lidl Deutschland einzustellen“, zitiert das Magazin „Chip“ einen Sprecher.

Der Zigarettenkonsum in Deutschland war lange rückläufig, stieg im vergangenen Jahr aber wieder leicht um 1,1 Prozent auf 75,8 Milliarden Zigaretten an, heißt es in dem „Jahrbuch 2018″ der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen. Rauchen schadet erwiesenermaßen der Gesundheit: Laut Weltgesundheitsorganisation WHO sterben jedes Jahr in Deutschland mehrere Zehntausend Menschen an den Folgen des Tabakkonsums.“

450 000 Krankenhausfälle durch raucherspezifische Erkrankungen im Jahr 2015

 

Statistisches Bundesamt
Pressemitteilung vom 31. Mai 2017 – 179/17

450 000 Krankenhausfälle durch raucherspezifische Erkrankungen im Jahr 2015

WIESBADEN – Im Jahr 2015 wurden in Deutschland insgesamt 449 804 Patienten

(267 308 Männer und 182 496 Frauen) im Krankenhaus infolge einer raucherspezifischen Erkrankung vollstationär behandelt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist damit die Zahl dieser Behandlungen in den letzten zehn Jahren um 30 % gestiegen.

208 062 Fälle waren auf einen Lungen- und Bronchial-, Kehlkopf- und Luftröhrenkrebs zurückzuführen, 241 742 Fälle auf eine COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung). Das durchschnittliche Behandlungsalter dieser Patienten betrug bei Lungen- und Bronchialkrebs 66,5 Jahre sowie bei COPD 70,5 Jahre.

Diese raucherspezifischen Erkrankungen zählten auch im Jahr 2015 zu den zehn häufigsten Todesursachen. Mit 45 224 Todesfällen lag der Lungen- und Bronchialkrebs an vierter Stelle, die COPD mit 31 073 Gestorbenen auf Rang 6.

Besonders bei Frauen ist das Risiko, an Lungen- und Bronchialkrebs zu versterben, in den letzten Jahren stark angestiegen: Waren im Jahr 2006 insgesamt 30,6 Frauen je 100 000 Einwohner daran gestorben, ist die Zahl im Jahr 2015 um 23 % auf 37,7 Frauen je 100 000 Einwohner angestiegen. Zwar war diese Zahl bei den Männern nach wie vor höher (72,6 Sterbefälle je 100 000 Einwohner im Jahr 2015). Jedoch gab es hier einen Rückgang um 14 %, da vor zehn Jahren noch 84,4 Männer je 100 000 Einwohner an diesen Krebserkrankungen verstorben waren.

Der Verbrauch von in Deutschland versteuerten Tabakwaren hat sich in den letzten Jahren je nach Tabakart unterschiedlich entwickelt. So sank der tägliche Konsum von Zigaretten von 251 Millionen Stück im Jahr 2007 auf 205 Millionen Stück im Jahr 2016. Im gleichen Zeitraum nahm der tägliche Konsum von Feinschnitt von 61 auf 69 Tonnen zu. Der Konsum von Pfeifentabak (einschließlich Wasserpfeifentabak) stieg ebenfalls an, und zwar von 4 auf 7 Tonnen. Der Verbrauch von Zigarren und Zigarillos lag 2016 bei 8 Millionen Stück pro Tag (2007: 18 Millionen Stück).

Datenbasis ist die Zahl der versteuerten Tabakwaren im jeweiligen Kalenderjahr. Der tatsächliche Verbrauch insbesondere bei Zigaretten liegt noch höher, da in den Angaben der amtlichen Statistik in Deutschland unversteuerte Tabakwaren nicht enthalten sind.

Weitere Ergebnisse können über die Datenbank der Gesundheitsberichterstattung des Bundes www.gbe-bund.de und über GENESIS-Online abgerufen werden.

Weitere Auskünfte gibt: Torsten Schelhase,
Telefon: +49 (0) 611 / 75 81 09,
www.destatis.de/kontakt

Herausgeber:
© Statistisches Bundesamt, Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellennachweis gestattet.
Kontakt:
Telefon: +49 (0)611 / 75-34 44
Telefax: +49 (0)611 / 75-39 76
presse@destatis.de www.destatis.de
Servicezeiten:
Mo – Do: 8.00 – 17.00 Uhr Fr: 8.00 – 15.00 Uhr
Postanschrift: 65180 Wiesbaden Deutschland

Smokers Last Match

Titus Brinker plant eine neue App: Gemeinsam mit dem Rauchen aufhören mit der App „Smokers Last Match“.

Das Video zeigt Reaktionen bei einer Umfrage, ob die App überhaupt angenommen wird. Es sind Einzelinterviews an der Universitätsbibliothek in Gießen mit insgesamt 21 Raucher/innen. Wie finden sie die App-Idee? Wie sollte man die App konzipieren, damit sie ihnen wirklich hilft?

Krebsprävention

Am 4. Februar ist Welt­krebstag. An diesem Tag steht die Behandlung, Erforschung und Vorbeugung von Krebs­erkrankungen im Blick­punkt. In Deutsch­land wurden im Jahr 2015 knapp 1,5 Millionen Patientinnen und Patienten aufgrund einer Krebs­erkrankung voll­stationär im Kranken­haus behandelt.
Am häufigsten waren die Patientinnen und Patienten aufgrund von Lungen- und Bronchial­krebs in ärztlicher Betreuung (192 800 Behandlungs­fälle). Männer wurden deutlich häufiger aufgrund von Lungen- und Bronchial­krebs im Kranken­haus behandelt (63 %) als Frauen (37 %).
Lungen- und Bronchial­krebs stellte im Jahr 2015 auch die häufigste Krebs­todes­ursachse dar: Insgesamt starben rund 45 200 Personen an dieser Erkrankung – dies entsprach rund 5 % aller Todes­fälle in Deutsch­land. Bei Männern stellte Lungen- und Bronchial­krebs mit einem Anteil von knapp 7 % die insgesamt zweithäufigste Todes­ursache dar, bei Frauen die siebt­häufigste Todes­ursache (3 %).

>>> Der Link zur Krebshilfe

Go Afrika

Street children consuming drugs, marijuana, boy smoking a joint, in Hillbrow, Johannesburg, South Africa, Africa

Die Süddeutsche schreibt:
„…Zwar sinkt die Zahl der Raucher in den Industrieländern, und Regierungen erlassen immer mehr Nichtraucher-Gesetze. Doch es gibt noch Märkte, die enorm wachsen könnten. Zum Beispiel in den Schwellen- und Entwicklungsländern, vor allem in Afrika. Lange galt der Kontinent als die größte Nichtraucher-Region der Welt. Jetzt investieren die Tabakkonzerne dort massiv in Werbung, bieten Verlosungen an und sogar Gratis-Zigaretten für Schulkinder…“

>>> Der Link

Der Newsblog zum E-Book